Ausflug der Stammtischfrauen an den Titisee am 4. Juli 2016

Frühzeitig warten 29 Frauen am Montag auf den Bus, der mit Dietmar am Steuer, uns heute in den Schwarzwald bringen wird. Dunkle Wolken und nur 17 Grad können aber die Vorfreude nicht trüben. Während der Fahrt über Tübingen, vorbei an der Wurmlinger Kapelle und in Richtung Rottenburg herrscht eifriges Geschnatter im Bus. Dietmar begrüßt „seine Mädels“ und meint: „Das ist mein schönster Tag“. Klar, wenn er der Hahn im Korb ist. Inzwischen haben wir die A 81 erreicht und fahren in Richtung Singen. Wir kommen flott voran und die Frauen haben sich viel zu erzählen. Bei Rottweil ist in der Ferne ein großer grauer Betonturm zu sehen. Dieser „Aufzugstestturm“ wurde von der Thyssen-Krupp Elevator errichtet und soll dem Testen von Expressaufzügen und Hochgeschwindigkeitsfahrstühlen dienen. Wir lassen Rottweil links und Donaueschingen rechts liegen und fahren auf die B 31 in Richtung Freiburg. Wir überqueren die „Wutach“, die ursprünglich zur Donau floss, aber am Ende der letzten Eiszeit zum Rhein umgelenkt wurde. Dann weist uns Dietmar auf den Tier- und Naturpark hin, der im Tal bei Löffingen liegt. Vor uns befindet sich die Gutachtalbrücke, die als Straßenbrücke Bestandteil der B 31 östlich von Titisee-Neustadt ist. Nach wenigen Kilometern haben wir die Abfahrt nach Titisee erreicht. Der Bus bleibt auf dem bewachten Parkplatz zurück. Dietmar geht mit uns zum Anlegeplatz II., wo er die Karten für die Schifffahrt löst. Auf dem Oberdeck der „Titus“ kann man die zaghafte Sonne genießen, die sich immer wieder durch die grauen Wolken drängt.
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Nachdem jeder sein Sonnenplätzchen gefunden hat, starten wir zu einer 30-minütigen Rundfahrt auf dem Titisee. Bei guter Sicht sind die Gipfel des Feldbergs zu sehen und im Wasser spiegeln sich die schönen Villen. Danach haben wir Freizeit und was ist für Frauen wichtig! Nur Shoppen, shoppen und nochmals shoppen. Da werden Handtaschen, Schals und sogar ein Sonnenhut schnell zum Mitbringsel. Man gönnt sich ja sonst nichts. Gemütlich schlendern wir zurück zum Parkplatz, wo unser Bus steht. Gegen 11.30 Uhr fahren wir weiter. Um die Fahrt etwas attraktiver zu gestalten, zeigt uns Dietmar in einer Rundfahrt den Ort Hinterzarten. Von weitem ist die bekannte Adler-Skischanze zu sehen. Der bekannteste Sohn der Stadt, Georg Thoma, wurde als der „Schnellster Briefträger der Welt“ bekannt. Er gewann bei den Olympischen Winterspielen in Squaw Valley/USA die Goldmedaille in der Nordischen Kombination. Seit 1964 darf sich Hinterzarten als Heilklimatischer Kurort bezeichnen. Aus der Ortsmitte von Hinterzarten heraus sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Breitnau. Jeder hat inzwischen Hunger und an der „menschliche Entwässerung“ muss auch gearbeitet werden. Beim „Mühlencafé“ werden wir freundlich mit Musik empfangen. Der Chef persönlich begrüßt uns und lädt uns zur „Hüttengaudi“ ein. Die Stimmung ist großartig, das Essen reichlich und hervorragend und dem Kuchen kann auch keine widerstehen. Mit einem herzlichen Dankeschön verabschieden wir uns von dem singenden Gastwirt. Unsere Fahrt geht weiter durch eine grüne Landschaft mit charakterlichen schönen Schwarzwaldhäusern. In Triberg möchte uns Dietmar noch die „Welt-Größte Kuckucksuhr“ zeigen. Sie ist seit 15 Jahren zur Sensation des angeschlossenen Uhrenparks Eble geworden und wurde durch Fernsehen und Radios weit über die Grenzen des Schwarzwalds bekannt. Jetzt bringen wir die noch vor uns liegenden Kilometer auf dem Nachhauseweg hinter uns. Es geht durch Tennenbrunn und Schramberg in Richtung Rottweil. Nach eineinhalb Stunden sehen wir bereits die Wurmlinger Kapelle und kurze Zeit später kommen wir wieder wohlbehalten zu Hause an.
Ingeborg Schauer