Lehrfahrt am 20. Juli 2013

Der Morgen des 20. Juli 2013 zeigte bei der Abfahrt um 7.30 Uhr beim Verwaltungsgebäude mit 17 Grad sein schönstes Gesicht. Der Wetterbericht verspricht einen heißen Tag mit über 30 Grad. Hoffentlich macht mehr keiner von den 48 Personen, die heute an der Fahrt teilnehmen, wegen der Hitze schlapp. Für ausreichende Getränke hat Dietmar schon gesorgt. Erste Schwierigkeiten gibt es bereits in der Schulstraße wegen eines parkenden Fahrzeugs, dass in die schmale Fahrbahn ragt. Trotz heftigem Hupkonzert kommt keiner, um Abhilfe zu schaffen. Mit Millimeter-Augenmaß und konzentrierten Weisungen von Stefan schafft es Dietmar, den Engpass zu überwinden. Unsere Fahrt geht über Tübingen und Rottenburg in Richtung Bodensee. Nach eineinhalb Stunden Fahrt freut sich jeder auf die Vesperpause am Aussichtsplatz am Hegau. Bei der Weiterfahrt um 9.45 Uhr zeigt das Thermometer bereits 27 Grad an. Wir fahren durch eine hügelige Landschaft, vorbei an Pfullendorf, Winterspüren, Mahlspüren und erreichen wenig später Bilafingen und den Ortsteil Owingen. Auf unserem Programm steht der Besuch eines Birnenerhaltungsgarten auf einem abgelegenen Hof, der sich Unterer Frickhof nennt. Auf der Suche nach alten Birnensorten konnten weit über 100 alte Mostbirnensorten, hauptsächlich Wirtschaftsbirnen, wieder aufgefunden und auf dem Gelände gepflanzt werden. Im vergangenen Jahrhundert wurden mehr als 1500 Birnen- und Apfelsorten gezählt, wobei alte Sorten nur noch selten anzutreffen oder verschollen sind. Das hat uns Herr Hepperle bei seinem Vortrag am 22. März bei uns im Feuerwehrhaus schon erzählt. Sein Vertreter führt uns in die Baumanlage und gibt Tipps für den richtigen Schnitt der noch jungen Birnbäumen. Er beantwortet gerne die fachlich gestellten Fragen der Teilnehmer, besonders zum häufig auftretenden Feuerbrand. Auch das große Wildbienenhotel am Wegesrand findet großes Interesse. Ein Rundgang durch die Streuobstwiesen mit älteren Birnbäumen schließt unseren Besuch hier ab. Kurz nach 12 Uhr geht es weiter bis nach Lippertsreute, im Kreis Überlingen, wo in dem Landgasthof der Familie Keller unser Mittagessen vorbestellt ist. Gegen 14.20 Uhr geht es weiter in Richtung Sigmaringen. Als wir den Kurort „Heiligenberg“ durchfahren, ist das Denkmal für den ersten Reichskanzler, dem „Heidelberger Bismarckturm“ in der Ferne zu sehen. Nach Saulgau, Pfullendorf und Denkingen erreichen wir gegen 15 Uhr Sigmaringen. Die Stadt Sigmaringen ist in diesem Jahr Ausrichter der Baden-Württembergischen Gartenschau. Geboten sind fantasievolle Themengärten, kreative Blütenpflanzungen, sowie regionale Ausstellungsbeiträge. Natürlich darf man sich hier auch Anregungen für den eigenen Garten abschauen und Tipps von Gartenfachleuten einholen. Im Foyer der Stadthalle Sigmaringen präsentiert der „Treffpunkt Baden-Württemberg“ Aktuelles und Interessantes aus der Landesverwaltung. Mit Ausstellungen, Aktionen und Gesprächen zu Themen von A wie Apfelanbau bis Z wie Zukunftstechnologien knüpfen die Ministerien und Regierungspräsidien engen Kontakt zu den Besuchern, um über ihre Arbeit zu informieren. Die meisten von uns sind froh, wieder im gekühlten Bus zu sitzen. Als wir um 17 Uhr abfahren, zeigt das Thermometer immer noch 32 Grad an. Von Sigmaringen aus geht es über Veringenstadt, Gammertingen, Burladingen und Bisingen bis an den Fuß der Burg Hohenzollern zum Hofgut „Domäne“ Hechingen. Als endlich das bestellte Essen serviert wird, geht schon die Sonne unter. Das Bezahlen dauert auch seine Zeit und so kommen wirerst gegen 19.45 Uhr auf den Heimweg. Es war ein schöner, wenn auch heißer Tag. Unser Dank gilt neben Dietmar für seine ausgezeichneten Fahrkünste auch unserem Vorstand Stefan für die gute Organisation.

Ingeborg Schauer