Bericht der Schriftführerin zur Jahreshauptversammlung

am 28. Januar 2017, 18.00 Uhr, im Sportheim Faulbaum

Die Vorstands- und die Ausschussmitglieder haben sich während des vergangenen Jahres zu insgesamt 6 Sitzungen getroffen und die anstehenden Themen beraten. Die vielen verschiedenen Tätigkeiten im Verein werden ausschließlich von ehrenamtlichen Mitwirkenden ausgeführt, nur deshalb ist es möglich, jedes Jahr ein umfangreiches Programm auf die Beine zu stellen. Die turbulenten Wetterkapriolen hat Uwe Jakubik in seinem interessanten Klimabericht 2016 festgehalten.

Folgende Veranstaltungen und Aktivitäten wurden im Jahr 2016 durchgeführt:
Januar
Unser Garten-Jahr wurde am 30. Januar mit Jahreshauptversammlung im Sportheim eröffnet. Erfreulich war wieder die große Teilnahme unserer Mitglieder. Die Berichte des 1. Vorstands Stefan Luz, der Schriftführerin sowie der Kassiererin Susanne Hermann wurden aufmerksam verfolgt. Die Kassenprüfer Dieter Raiser und Bernd Bahnmüller bescheinigten eine vorbildliche und ordnungsgemäße Kassenführung. Danach wurde von Bürgermeister Haug die Entlastung beantragt und anschließend von den Mitgliedern einstimmig erteilt. Die geänderte Vereinssatzung wurde an das zuständige Registergericht eingereicht. Zu Ehren waren in diesem Jahr einige Vereinsmitglieder, die dem Verein seit mindestens 10 Jahren die Treue hielten. 25 Jahre Mitgliedschaft erreichte Walter Braun. Die anstehenden Wahlen für den 1. Vorstand Stefan Luz, der Schriftführerin Ingeborg Schauer sowie den Ausschuss-Mitgliedern wurde von Bürgermeister Haug zügig durchgeführt. Alle vorgeschlagenen Vorstands- und Ausschussmitglieder nahmen die Wahl an. Ein gutes Essen rundete den gemütlichen Abend ab.
Februar
Am 13. Februar wurde der Schnittkurs für „Alte Bäume“ von Landschafts-gärtner Armin Raidt mit Hilfe der „Steigtanne“ durchgeführt.
Knapp 50 Interessierte trafen sich zu diesem speziellen Schnittkurs und sahen zu, wie der Fachmann mit dem richtigen Werkzeug diese Bäume in Form bringt.
Das Tief Iris zog am 22. Januar vorbei und brachte Blitzeis mit, so dass nur wenige Mitglieder zum 1. Termin des Filmvortrags ins Kernhaus kamen.

Am 27. Februar luden wir zu einem gemeinsamen Schnittkurs mit den Gartenfreunde aus Wannweil ein, den Jakob Hoffmann in einem privaten Gartengrundstück auf Gemarkung Wannweil durchführte.
Am Nachmittag trafen sich die Paten der Baumwiesen im Mahden zu einer gemeinsamen Schneideaktion.
März
Am 12. März trafen sich fast 20 Frauen zum speziellen Damen-Schnittkurs im Lehrgarten und folgten interessiert den Ausführungen von Jakob Hoffmann. Er zeigte den Schnitt an einem Apfelbaum und an verschiedenen Beerensträuchern.

Bei der Markungsreinigung am 19. März waren einige Mitglieder bereit, den arglos weggeworfenen Abfall und Unrat entlang der Straße nach Altenburg zu beseitigen. Dazu gab es den ersten Arbeitseinsatz.
April
Am 10. April hieß es wieder „Raus mit dem Besen“. Beim Mostbesen darf natürlich eine herzhafte Schlachtplatte nicht fehlen. Unsere Gäste im und vor dem Vereinsheim konnten wir von der Vielfalt der Verwendung des edlen Getränkes überzeugen. Besonders der „Kirschenmost“ fand regen Zuspruch.
Am Freitag, 22. April erwachten unsere kleinen Gartenzwerge aus dem Winterschlaf und steckten Kartoffeln in das Hochbeet. Gurken, Radieschen und Tomaten kamen später dazu.
Bei durchwachsenem April-Wetter wurde am 23. April zum 7. Mal die Pflanzentauschbörse in unserem Lehrgarten abgehalten. Das Angebot reichte von zahlreichen Pflanzen für die Wohnung sowie für den heimischen Garten. Es zeigte sich wieder einmal, dass diese Aktion sehr gut ankommt. Den Helferinnen sei dank.
Schüler der Klassen 5a und 5c der Graf-Eberhard-Schule besuchten am 29. April im Rahmen des Biologieunterrichts unseren Lehrgarten.
Mai
An Fronleichnam, dem 26. Mai, kamen sehr viele Besucher aus der Region sowie Vertreter der örtlichen sowie verschiedener OG-Vereine aus dem Landkreis zu unserem traditionellen Gartenfest in den Lehrgarten. Die Führungen von Jakob Hoffmann wurden gerne angenommen. In der Kinderecke war man mit vielen Buntstiften und Obstspießen fleißig zu Gange. Auch die leckeren Kuchen fanden viele Genießer. Für unseren Verein war es wiederum ein gelungenes Fest bei strahlendem Wetter. Einen herzlichen Dank sagen wir den vielen Helfern sowie den Kuchenspendern, denn ohne diese zuverlässige Mitwirkung wäre solch ein erfolgreiches Fest nicht möglich.
Juni
Am 17. Juni wurde zu dem Vortrag „24 Stunden Streuobstwiese im Zeitraffer“ eingeladen. Markus Zehnder bot einen Erlebnisabend der ganz besonderen Art, den der GEA als „Besser als ein Krimi“ beschrieb. Der interessante Einblick, untermalt mit entsprechenden Tiergeräuschen, gab den Anwesenden das Gefühl, einen ganzen Tag in die Welt der Streuobstwiesen einzutauchen.
Juli
Die Frauen vom Stammtisch starteten am 4. Juli zu ihrem Ausflug in den Schwarzwald. Bei herrlichem Sonnenschein wurde eine Schifffahrt auf dem Titisee unternommen und später bei einer Hüttengaudi und viel Musik zum Schunkeln und Mitsingen das Mittagessen genossen. Nach dem Kaffee mit hausgemachten Kuchen führte Dietmar „seine Mädels“ noch zur Welt-Größten Kuckucksuhr nach Triberg.

Am Samstag, 16. Juli 2016 fuhren wir frohen Mutes mit unserem „weltbesten Fahrer“ der Sonne entgegen. Damit uns nicht langweilig wurde, verteilte Stefan Informationsblätter über das, was wir am heutigen Tag zu sehen bekommen, zusammengestellt von Susanne. Dietmar legt noch ein „Blumen-Quiz“ dazu, damit wir rätseln können, welche Blume bzw. Pflanze sich hinter den rätselhaften Umschreibungen stecken. Zum Glück standen auf der Rückseite gleich die Lösungen, aber wir waren für's erste beschäftigt. Zuerst fuhren wir nach Schwäbisch Gmünd, zum Gelände der früheren Landes-Gartenschau. Streuobst-Guide Herrn Kissling, begrüßte uns herzlich und führte uns durch die Anlage.
Sein Schwerpunkt gilt der Pflege der Rosen im ehemaligen Gartenschaugelände. Herr Kissling freute sich über das große Interesse und beantwortet gerne die gestellten Fragen und räumt mit manchen eingefahrene Vorurteilen auf.
Nach einer guten Stunde ging es weiter. Wenig später kamen wir beim Kloster Lorch an. In zwei Gruppen wurden wir durch die Klosteranlage geführt. Mit dem berühmten Staufer-Rundbild, das auf 30 Metern Länge rundherum und 4,5 Meter Höhe lebendig die Geschichte der Staufer erzählt, endet unser Rundgang.
Nach so viel geistlicher Kost verlangte unser Körper nach weltlicher Kost. In einem Pagodenzelt war für uns gedeckt und ein leckeres Büfett vorbereitet. Danach fuhren wir weiter in Richtung Esslingen. In Uhlbach konnten wir das Weinbaumuseum besichtigen und zum Abschluss ließen wir den Tag im Trollinger Besen ausklingen.

Der August war Termin frei
September
Im Rahmen des Kinderferienprogramms der Gemeinde begrüßten wir am 6. September wieder viele Kinder in unserem Lehrgarten. Sieben Erwachsene sorgten für ein interessantes Programm, um die Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren mit verschiedenen Spielen, Basteln und Apfelsaft pressen zu beschäftigen. Die Kinder durften unter Anleitung die Obstmühle und die Saftpresse betätigen und den selbst gemachten Apfelsaft gleich trinken oder nach Lust und Laune malen und spielen.
An zwei Abende Anfang September wurden die von Christian Kemmler bearbeiteten Filme von Helmut Wiech aus den frühen Jahren des Vereins gezeigt.
Der Vereinsausflug am 24. und 25. September führte uns in den Schwarzwald. Im „Naturpark Schwarzwald“ mit seinen kleinen und größeren Höfen, kreuzen wir die „Schwarzwald Tälerstraße“, die uns nach Alpirsbach begleitet. Bei der Ankunft wurde das süße Gebäck von Klara dankend angenommen. Danach begrüßte uns Herr John und begleitete uns durch die Anlage der Klosterbrauerei. Nach einer humorvollen Einführung ging es in das gegenüber liegende Gebäude, in dem verschiedene Stationen der Entwicklung des Bieres gezeigt wurden. Dann ging es eine Treppe höher und jeder bekam ein Glas Bier zum verkosten.
Nach einer gemütlichen und humorvollen Runde mit zahlreichen Sprüchen von Herrn John verabschiedeten wir uns und besuchten noch den Brauereiladen.
Unsere Fahrt ging weiter entlang der Kinzig bis nach Schiltach. Vom Busparkplatz aus ging es ca. 800 Meter zu Fuß durch den Wald. Einige nutzten den privaten Shuttleservice. Von Frau Schillinger vom Schwenkenhof wurden wir persönlich begrüßt und durch verschiedene Gärten geführt. Auf dem ca. ein Hektar großen Hofareal befinden sich ein Kräutergarten, ein Beerengarten, ein Krautland und verschiedene Staudengärten sowie Beeten für Gemüse. Die Gemüsepflanzen werden zum großen Teil aus eigenem, samenechtem Saatgut gezogen. Wir lernten eine Vielzahl an alten, vergessenen und regionalen Gemüsesorten kennen. Für Kaffee, Tee und Kuchen war reichlich gesorgt. Auf dem Rückweg durch den Wald wäre beinahe ein Unglück geschehen. Wenige Meter vor uns stürzte ein Baumstamm aus halber Höhe herunter über den Weg. Wenn die Gruppe nur eine Minute schneller gelaufen wäre, hätte sie der Stamm getroffen.
In Lauterbach liegt das Hotel Tannenhof, in dem wir übernachteten. Am nächsten Morgen zeigt das Thermometer 9 Grad an. Wir fuhren entlang des Kinzigtals. Dietmar macht noch einen Stopp in der Glashütte in Wolfach. Danach fuhren wir durch das Mühlental zu unserem nächsten Ziel.
Freudenstadt liegt auf einem Hochplateau am Ostrand des Nord-schwarzwalds. An der südlichen Ecke des großen Platzes bestiegen wir das Kurbähnle und ließen uns die Sehenswürdigkeiten erklären. Unter anderem ist auf dem Kienberg Deutschlands höchstgelegener, öffentlicher Rosenweg angesiedelt.
Anschließend war in der Gaststätte „Turmbräu“ das Mittagessen vorbe-reitet. Danach ging es weiter entlang der „Deutschen Alleen Straße“ in Richtung Bad Wildbach. Dort erwartete uns ein besonderes Highlight - der Baumwipfelpfad auf dem Sommerberg. Mit einer Gesamtlänge von 1.250 Metern, inklusive der Rampe im Turm, führt der Pfad durch die Baumkronen der Buchen, Tannen und Fichten des Bergmischwaldes. Höhepunkt ist der 40 Meter hohe Aussichtsturm am Ende des Pfades.
Nach diesem Erlebnis fuhren wir weiter in Richtung Herrenberg. In der urigen Gaststätte „Krabba-Nescht“ waren wir zum Abendessen angemeldet.
Die Heimfahrt von Herrenberg bis nach Kirchentellinsfurt war den meisten gut bekannt. Es war ein interessanter und humorvoller Ausflug. Vielen Dank an die Vereinsleitung.

Oktober
Am 4. Oktober besuchten Schüler der G-E-Real-Schule den Lehrgarten. Der Besuch diente zur Unterstützung des Biologie-Unterrichts zum Thema „Lebensraum Streuobstwiese“.
An einem anderen Tag besuchten die Kinder vom Kindergarten Regenbogen unseren Lehrgarten und waren erstaunt, wie ein leckerer Apfelsaft hergestellt wird.
Am 21. Oktober bedankte sich die Vereinsleitung bei den vielen Helferinnen und Helfern für die geleistete Arbeit während des Jahres mit einem sehr guten Essen und einem gemütlichen Abend im Kernhaus.
November
Die Auswahl der Bilder aus dem Fotowettbewerb „Die vier Jahreszeiten in der Streuobstwiesen“ erfolgte unter strengen Gesichtspunkten.
Am 18. und 19. November gab es eine Informationsveranstaltung für Anfänger und Fortgeschrittene in Theorie und Praxis im Kernhaus. Die zahlreiche Teilnahme zeigte, wie mit geeigneten Maßnahmen die Qualität eines Obstbaums über Jahre verbessert werden kann.
Ein beliebter Termine im Vereinsjahr ist der 26. November, wenn zur Weihnachtsfeier in den Rittersaal eingeladen wird. Mit dabei waren die Gartenzwerge mit selbst gebackenem Gebäck. Zu sehen war der neue Kalender 2017 mit Bildern aus dem Fotowettbewerb, den Stefan vorstellte, zu hören gab es eine historische Geschichte über das Jesuskind von mir und für eine lustige Unterhaltung sorgten Bernd und Norbert mit den „Kanadischen Holzfällern“. Den notwendigen Küchendienst übernahmen Susanne, Sabine und Sibylle sowie Heike, die für das Kuchenbüfett sorgte, dafür bedanken wir uns recht herzlich.
Dezember
Am 11. Dezember, dem 3. Advent trafen sich einige Mitglieder von OGV, NEB und TBK am schön beleuchteten Christbaum zum gemeinsamen Singen. Der OGV war in diesem Jahr für die Gesamtorganisation zuständig.
Das Vereinsjahr endete bekanntlich am 24. Dezember mit den leckeren Kutteln und Bratkartoffeln von Ingrid und Walter, die sich viele Vereinsmitglieder schmecken ließen.

Der monatlichen Gartentreff wurde auch wieder zum Erfahrungsaus-tausch genutzt. Ebenso der Frauen- und Männer-Stammtisch einmal im Monat.

Nicht einzeln aufgeführt in diesem Bericht sind die zahlreichen Arbeits-einsätze, die zur Erhaltung unseres Lehrgartens notwendig sind. Die vielen Arbeitsstunden einiger Mitglieder im Lehrgarten konnten Dank tatkräftiger Hilfe auf mehrere Hände verteilt werden.

Die Betreuung des Mulchplatzes sollte zum Ende des Jahres an die Gemeinde zurück gegeben werden. Für die geleistete Arbeit sprach die Vereinsleitung ein besonderes Dankeschön an die Betreuer aus.

Zum Schluss möchte ich mich noch besonders bedanken bei Stefan für die vorbildliche Internet-Arbeit sowie der Gestaltung unserer ansprechenden Hompage während des ganzen Jahres, die sehr viel Freizeit in Anspruch nahm. Stefan, bitte mach weiter so.

Ich wünsche allen Mitgliedern für das Neue Jahr alles Gute, vor allem Gesundheit und recht viel Schaffenskraft. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und Geduld.

Kirchentellinsfurt, den 28. Januar 2017