Jahresrückblick 2015

Bericht der Schriftführerin zur Jahreshauptversammlung
am 30. Januar 2016, 18.00 Uhr, im Sportheim Faulbaum

Guten Abend liebe Gartenfreunde

Ein Sprichwort besagt, dass jeder Garten – möge er noch so klein sein – eine Pforte zum Paradies ist.

Im Jahr 2015 wurden folgende Veranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt:
Die Vorstands- und die Ausschussmitglieder haben sich während des vergangenen Jahres zu insgesamt 6 Sitzungen getroffen und die anstehenden Themen beraten. Die vielen verschiedenen Tätigkeiten im Verein werden nur von ehrenamtlichen Mitwirkenden ausgeführt, nur deshalb ist es möglich, jedes Jahr ein umfangreiches Programm auf die Beine zu stellen.

Januar
Unser Garten-Jahr wurde am 10. Januar mit einem Schnittkurs für Obstgehölze und Beerensträucher eröffnet.
Am Abend des 24. Januars fand die Jahreshauptversammlung im Sportheim statt. Erfreulich war wieder die große Teilnahme unserer Mitglieder. Die Berichte des 1. Vorstands Stefan Luz, der Schriftführerin sowie der Kassiererin Susanne Hermann wurden aufmerksam verfolgt. Die Kassenprüfer Dieter Raiser und Bernd Bahnmüller bescheinigten eine vorbildliche und ordnungsgemäße Kassenführung. Danach wurde von Bürgermeister Haug die Entlastung beantragt und danach einstimmig erteilt. Zu Ehren waren in diesem Jahr sehr viele Vereinsmitglieder, die dem Verein seit 10 Jahren die Treue hielten. Für 15 Jahre Funktions-Tätigkeit bekommt Thomas Schmitt ein Geschenk. 25 Jahre Mitgliedschaft erreichten Nina Notter und Walter Beer.
Die anstehenden Wahlen für den 2. Vorstand Heiko Stoll, der Kassiererin Susanne Hermann sowie den Ausschuss-Mitgliedern Jan Dissen und Norbert Mohl, sowie als Fachwart Walter Stoll, wurden von Bürgermeister Haug zügig durchgeführt. Alle vorgeschlagenen Vorstands- und Ausschussmitglieder nahmen die Wahl an. Ein gutes Essen rundete den gemütlichen Abend ab.
„Der Weg in den Garten ist der kürzeste Weg zur Gesundheit,
nur die Harten kommen in den Garten“

Februar
„Bringt Dorothea recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee“. So lautet die Bauernregel des Monats:
Am 6. Februar, also am St. Dorothea-Tag, zeigte das Thermometer 3 Grad plus an, kein Schnee in Sicht.
Am Freitag, dem 6. Februar 2015 im Kernhaus der Vortrag zum Thema Bodenproben und Bodenbeschaffung im Garten statt. Welche Nährstoffe sind denn wirklich im Boden vorhanden, wie sieht es mit dem Humusanteil aus, muss Kali-, Mineral-, Phosphor- oder Stickstoffdünger gegeben werden?
Diese Frage können die meisten Gartenbesitzer nicht beantworten, hier hilft nur eine Bodenprobe, die den Nährstoffzustand des Bodens feststellt. Mit der Bodenuntersuchung bekommen wir Kenntnis, in welcher Konzentration die Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Zu hohe Mengen sind ebenso unerwünscht wie ein Mangel an Nährstoffen. Beide wirken sich ungünstig auf das Pflanzenwachstum aus, erhöhen die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge und mindern die Qualität der Ernteprodukte. Zudem belasten zu hohe, von den Pflanzen nicht verwertbare Nährstoffmengen, unnötig unseren Geldbeutel und durch die Auswaschung ins Grundwasser in erheblichem Maße auch unsere Umwelt.
Am 21. Februar trafen sich einige Frauen zum Frauenschnittkurs im Lehrgarten und folgten den Ausführungen von Jakob Hoffmann. Er zeigte den Schnitt an einem Apfelbaum und an verschiedenen Beerensträuchern.
Am 28. Februar luden wir zu einem gemeinsamen Schnittkurs mit den Gartenfreunde aus Wannweil ein, den Jakob Hoffmann in einem privaten Gartengrundstück in Wannweil durchführte.

März
Zwei Wochen später, am 14. März, kamen Ziersträucher im Garten der Familie Hermann dran und anschließend die Rosen und der Lavendel im Lehrgarten.
Bei der Markungsreinigung am 21. März waren wieder einige Mitglieder bereit, den arglos weggeworfenen Abfall und Unrat entlang der Straße nach Altenburg zu beseitigen. Dazu gab es den ersten Arbeitseinsatz.
Einen Tag später, am 22. März, hieß es wieder „Raus mit dem Besen“. Beim Mostbesen darf natürlich eine herzhafte Schlachtplatte nicht fehlen. Bei kaltem Wind und niedrigen Temperaturen konnten sich unsere Gäste im warmen Vereinsheim von der Vielfalt der Verwendung des edlen Getränkes überzeugen. Besonders der „Kirschenmost“ fand regen Zuspruch.
Sturm Niklas beendet den März mit Schnee, Regen und kräftigem Wind. Trotzdem war es für den Winter zu mild. Der kälteste Tag in Deutschland wurde am 29. Dezember gemessen mit minus 24,9 Grad. Die Natur erwacht inzwischen etwa drei Wochen früher als noch in den 1950er Jahren.

April
Am Samstag, 11. April, zeigte Jakob Hoffmann den wenigen, ab sehr interessierten Zuhörern auch aus den Nachbargemeinden Wannweil und Sickenhausen, das Veredeln an einem Apfelbaum im Gebiet Mahden. Diese Behandlung von Obstbäumen ist schon mehr als 3.000 Jahre alt. Schon damals hat man erkannt, dass durch eine Veredelung nicht nur die Möglichkeit besteht, Nachwuchs von ein und derselben Sorte zu erhalten, sondern durch eine Umveredelung, auch „umpfropfen“ genannt, andere Sorten mit aufzubringen. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Veredelung, aber die einfachste ist wohl die Kopulation.
Bei herrlichem Frühlingswetter am 25. April gab es zum 5. Mal die Pflanzentauschbörse in unserem Lehrgarten. Keine Pflanze zu groß – kein Auto zu klein, um nicht gut gewachsene Zimmerpflanzen an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Das Angebot reichte von einer wunderschönen Zimmertanne oder einer stacheligen Aloe Vera bis zu Kräuter- und Blütenpflanzen wie Dahlien- oder Lilienknollen. Es zeigte sich wieder einmal, dass diese Aktion sehr gut ankommt und sicherlich im nächsten Jahr wiederholt wird. Den Helferinnen sei dank.

Mai
Der Mai war terminfrei.

Juni
An Fronleichnam, dem 4. Juni, bescherte uns Hoch „Walburga“ zum Gartenfest sommerliche Temperaturen. Auch in diesem Jahr kamen wieder zahlreiche Besucher aus der Region sowie Vertreter der örtlichen Vereine und verschiedener OG-Vereine aus dem Landkreis zum Gartenfest in den Lehrgarten. Neben den Führungen der beiden Fachwarte Gerhard Mang und Jakob Hoffmann hat die Firma Zeeb aus Kirchentellinsfurt landwirtschaftliche Geräte und den Rasenmäh-Roboter „Automower“ ausgestellt. Außerdem informierten Schautafeln und ein Vortrag von Rainer Blubacher vom Bezirksimkerverband über die Arbeit rund um Bienen. In der Kinderecke war große Geschäftigkeit angesagt mit dem Pflanzen und Gießen der Andenbeeren und Kürbisse im Hochbeet, dem kindgerechten Vortrag über Bienen und dem probieren des frischen Honigs und Obstspieße machen. Ganz besondere Freude zeigte die Einweihung der neuen Rutsche. Die Kinder hatten sichtlich Spaß und die Erwachsenen konnten in Ruhe ein herzhaftes Essen und kühle Getränke zu sich nehmen.
Auch die leckeren Kuchen fanden viele Genießer. Zur Unterhaltung spielten die „Kirchemer Weissbierbläser“. Für unseren Verein war es wiederum ein gelungenes Fest. Einen herzlichen Dank sagen wir auch den vielen Helfern sowie den Kuchenspendern, denn ohne diese zuverlässige Mitwirkung wäre solch ein erfolgreiches Fest nicht möglich.

Juli
Am Samstag, 18. Juli 2015, pünktlich um 8 Uhr war Abfahrt am Verwaltungsgebäude. Zuerst einmal begrüßte Stefan unserer Busfahrer Dietmar, der ja allseits bekannt ist, und die 39 Mitglieder, die sich für die heutige Lehrfahrt rechtzeitig angemeldet hatten. Auf der Hohenzollernstraße und dem Laucherttal erreichten wir nach einer gemütliche Fahrt die Firma Cedros, eine von wenigen Perlmuttschleifereien, die es noch in Deutschland gibt. Im Jahre 1951 wurde sie von Hans Fuss und seinem Sohn Walter als Tochterfirma der „Reutlinger Knopffabrik“ in Jungnau mit der Intention gegründet, aus Perlmutt mehr zu machen als nur Knöpfe. Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Maria Fuss gab sie Einblick in die Entstehung der Perlmuschel und die Verarbeitung des Rohmaterials. Wir durften einen Rundgang durch die Schleiferei machen, bei einer besonderen Feinarbeit zusehen und erfahren anschließend in einem Kurzseminar Einblick in die verschiedenen Formen und Arten der Perlmuttmuschel. Natürlich führt kein Weg an der Ausstellung und Verkaufsraum der fertigen Schmuckstücke vorbei. Manch eine Frau kann den schönen Stücke nicht widerstehen. Nach den interessanten Ausführungen bedankten wir uns bei Frau Fuss und fuhren weiter. Es fing leicht zu regnen an. Wenige Kilometer nach Emmendingen finden wir auch den Berg-Gasthof Witthoh, wo das Mittagessen für uns vorbereitet ist. Am warmem Büfett gab es verschiedene Leckereien. Um 14.45 Uhr erreichten wir dann das Freilichtmuseum von Neuhausen ob Eck. Es liegt in einer reizvollen Landschaft etwa 25 km nördlich des Bodensees. 25 wieder aufgebaute Häuser aus den Landschaften Schwäbische Alb, Schwarzwald, Bodensee, Hegau, Baar und Oberer Neckar geben anschaulich Einblicke ins ländlich-bäuerliche Leben früherer Zeiten. Den Mittelpunkt bildet ein kleines Dorf mit Kirche, Bauernhaus, Schul- und Rathaus, Kaufhaus, Schmiede, Hafnerei, Farrenstall und Brunnen auf dem Dorfplatz.
Anschließend ging es weiter entlang dem Donautal und dem Bärenthal. In der „Traufganghütte“ in Albstadt-Laufen waren wir zum Abendessen verabredet. Aber es kommt, wie es kommen muss, jeder noch so schöne Tag geht einmal zu Ende. Schnell noch ein schönes Gemeinschaftsfoto und ab zum Bus. Als nach ca. einer Stunde unser schönes Dorf in Sichtweite rückt, bedankte sich Stefan bei Dietmar für die gute Fahrt. Es war wieder eine gelungene und vor allem eine gemütliche Lehrfahrt, an die man gerne zurück denkt.

August
Der einzige Termin im August war auch der angenehmste, weil keiner schaffen musste. Am 29. August bedankte sich die Vereinsleitung bei den vielen Helferinnen und Helfern für die geleistete Arbeit während des Jahres mit einem Helferessen und einem gemütlichen Abend im Kernhaus.

September
Im Rahmen des Kinderferienprogramms der Gemeinde begrüßten wir am 1. September 14 Kinder in unserem Lehrgarten. Sechs Erwachsene sorgten für ein interessantes Programm, um die Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren mit verschiedenen Spielen und Basteln zu beschäftigen. Die Kinder durften unter Anleitung die Obstmühle und die Saftpresse betätigen und den selbst gemachten Apfelsaft gleich trinken oder nach Lust und Laune Malen und Spielen.
Der Vereinsausflug am 12. September führte uns ins „Schöne Hohenloher Land“. Graue Wolken bei 12 Grad begleiteten uns bis zum Stuttgarter Dreieck und weiter bis Leonberg.
Ein paar Regentropfen konnte die gute Stimmung aber nicht beeinträchtigen. Auf dem Rastplatz bei Wunnenstein gab es die erste Pinkelpause und eine Butterbrezel. Die Temperatur war inzwischen auf 17 Grad gestiegen. Danach ging es weiter am Weinsberger Dreieck vorbei. Bei der Abfahrt von der A 6, wartete unsere Gästeführerin, die uns begleitet hat.
Anschließend ging es weiter durch die Kreisstadt Öhringen, die um 155 n. Chr. am römischen Limes entstand.
2016 findet die Landesgartenschau in Öhringen statt. An allen Ortseingängen sind schon bunt-bemalte Pfähle aufgestellt, die den „Limes“ symbolisieren sollen. Ein besonderes Denkmal findet stets großes Interesse. Die Figur am Brunnen beim Rathaus stellt den „Hamballe“ dar.
„Er hat eine Gießkanne in der Hand, und steht unter einem Schirm im Regen und gießt“.
Nach wenigen Kilometern kommen wir in die Gemeinde Pfedelbach. Nachdem wir den „Lerchenhof“ in Pfedelbach erreicht haben, werden wir vom Senior-Inhaber Karl Mozer herzlich begrüßt. Er und einige von uns erinnern sich noch an den letzten Besuch im August 2003.
"Wir sind die Toskana Hohenlohes", erzählt Senior Karl Mozer gerne. 1984 begannen der Vater und Sohn Fritz-Martin den Hof vom landwirtschaftlichen Mischbetrieb auf Obstbau umzustellen. Dem Anbau von alten Obstsorten auf insgesamt 24 Hektar Fläche hat sich die Familie Mozer verschrieben. Gewürzluiken oder Baldufferbirnen gehören zu ihrem Sortiment. Daraus stellt der Familienbetrieb Destillate her. Etwa 12 Sorten von Äpfel und sechs Sorten von Birnen werden hier kultiviert und geerntet. Insgesamt werden ca. 36 Tonnen Äpfel im Jahr geerntet.
Die Bewässerung erfolgt über einen Tiefbrunnen aus 60 Meter Tiefe. Aus dem Brunnen werden täglich ca. 100 Kubikmeter Wasser für die Versorgung der Anlage entnommen. Nach diesem mehr als einstündigem Rundgang werden wir in die Scheune zum Verkosten der verschiedenen Obstbrände eingeladen. Zur Erfrischung gibt es frischen Apfelsaft und ein Stück Hefezopf. Ach was tut das Sitzen gut. Herr Mozer meint:
"Es gibt kaum eine angenehmere Form, die Natur zu schützen,
als diesen Schnaps zu trinken".
Er hat mit seinen Spirituosen schon viele Preise gewonnen. Der „Gfingldr“ erhielt sogar eine Goldmedaille. Der Brand aus den alten Apfelsorten Gewürzluiken, Öhringer Blutstreifling und der Balduffer-Birne, die um Pfedelbach im Streuobstbereich angebaut wird. Der Abschiedsgruß lautet:
„Gott erfand den Wein und das Bier, doch den Schnaps den brennen wir.“
Anschließend konnte auch im Hofladen eingekauft werden.
Um 12.10 Uhr verabschiedet sich Herr Mozer im Bus von uns und würde sich über einen weiteren künftigen Besuch freuen. Nach ein paar Metern Fahrt vermisst Manfred seine Mütze. Jetzt setzt Dietmar den Bus zurück, damit Manfred seine Mütze suchen kann. Als er sie nicht findet, bemerkt er, dass sie im Bus geblieben war. Das erzeugt allgemeines Gelächter und kostet eine Runde.
Das kommt doch wohl nicht vom „Finkeln“? Wir haben heute wieder fleißig gefinkelt (Schnaps getrunken), und es hat dazu viel Spaß gemacht“.
Nach dem Plantagenbesuch und dem geistigen Genuss freuten wir uns auf das Mittagessen. Die Familie Klaus Meißner in Pfedelbach-Oberohrn hatte für uns das Mittagessen vorbereitet. Dazu gab es eine lockere Weinprobe. Die Tochter des Hauses, Frau Kerstin Hummel, stellte die verschiedene Weine aus der Weinkellerei „Hohenlohe Fürstenfass“ vor. Sie geizte nicht an urigen Trinksprüchen.
Als wir gegen 14 Uhr aufbrachen, zeigte ein Thermometer an der Hauswand 31 Grad und im Bus 25 Grad an. Während der Fahrt erzählt die Fremdenführerin Petra, von dem jährlich statt findenden Weinfest in Vellberg und lädt uns dazu ein. Aus den Reihen kommt der Vorschlag, nächstes Jahr eine Lehrfahrt nach Vellberg zu machen. „Das Weinbrunnenfest in Vellberg findet jedes Jahr am ersten Wochenende im Juli komplett unter freiem Himmel statt. Aus dem Marktbrunnen der Stadt Vellberg fließt statt Wasser Wein.
Wir streifen Neuenstein auf der linken und Waldenburg auf der rechten Seite In dieser Region werden sehr viel Zuckerrüben angebaut, man nennt sie auch die Kornkammer Württembergs. Neben uns taucht unmittelbar die riesige Kochertalbrücke auf, die wir erstmals von unten sehen.
Dann verlassen wir den Hohenloher Kreis und tauchen ein in die Hohenloher Ebene. Nach kurzer Zeit erreichen wir unser nächstes Ziel Schwäbisch Hall.
Mit Petra fährt immer der samtene „Bausparfuchs“. Ein Werbespruch lautet:
„Kommen sie nach Schwäbisch Hall, Ihr Geld ist schon da“.
Bei der Ankunft werden wir in zwei Gruppen geteilt, eine für die längere Tour und die Fußkranken bleiben bei Petra und gehen die kurze Route. Von der Hauptstraße, wo uns der Bus aussteigen lässt, geht es durch eine Unterführung direkt zur St. Michaelskirche. Nachdem wir die 53 Stufen hinab stiegen, führte Petra und ihre Kollegin durch die Stadt.
Wir gingen vorbei an Häuser aus dem Mittelalter, u.a. gab es hier ein Freudenhaus, gegenüber in dem Klausnitzer Haus hat der Haller Münzmeister gewohnt und hat hier die kleinste Münze aus Silber, den „Heller“ geprägt.
Nach dem ausgiebigen Stadtrundgang wird es Zeit, an den Rückweg zu denken. Es geht über die überdachte Brücke, durch die Altstadt und dem neuen Einkaufszentrum bis zum Busparkplatz. Dort wo heute dieses tolle Einkaufszentrum steht, befand sich früher das Gefängnis. Auf einem Parkplatz vor der Auffahrt zur Autobahn verabschiedet sich Petra Seeßler mit großen Beifall von uns.
Der Himmel deckt sich zu mit dunklen Wolken, die Sonne zieht klare Streifen auf, das sieht nach Regen aus. Das kann uns jetzt nichts mehr anhaben, wir sind ja schon auf dem Heimweg. Auf der A 81 geht es an Wunnenstein bis nach Sindelfingen vorbei in Richtung Herrenberg. In der „Hofschuir“ in Bondorf ist das Abendessen vorbestellt. Bevor es ganz dunkel wird, ist noch das Gruppenfoto fällig. Das Essen wird zügig serviert und so können wir kurz nach 20 Uhr die letzten Kilometer über Rottenburg, Wurmlingen und Tübingen hinter uns bringen, so dass wir gegen 21 Uhr in Kirchentellinsfurt eintreffen. Wir bedanken uns bei unserem Vorstand, der wieder einmal einen herrlichen Tag für uns organisiert hat.

Oktober
Am 18. Oktober gab es das Kirbefest mit Zwiebel- und Krautkuchen. Unter Einbeziehung unserer jüngsten Mitglieder, die sich am Kochen einer leckeren Kürbissuppe beteiligten, verbrachten unsere Gäste einen munteren Nachmittag in unserem Kernhaus.

November
Allgemein sprach man von einem „Martini-Sommer“, denn der 11. November war der wärmste seit 1881. „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt wie es ist“, sagt eine Bauernregel. Am 20. November kam endlich der ersehnte Regen.
In der Nacht vom 21. auf den 22. November bescherte uns Tief Jürgen für ein paar Stunden eine winterliche weiße Landschaft, die aber nicht lange anhielt.
Einer der beliebten Termine im Vereinsjahr ist der 28. November, wenn zur Weihnachtsfeier eingeladen wird. Wegen Renovierungsarbeiten im Feuerwehrhaus mussten wir in den Rittersaal ausweichen. Neben Kaffee und Kuchen und einem Abendessen hörten wir eine Geschichte, vorgetragen von Uwe Jakubik und eine locker präsentierte Tombola, gestaltet von Norbert und Bernd. Das war eine willkommene Unterhaltung. Den notwendigen Küchendienst übernahmen Susanne, Sibylle und Sabine sowie Heike, die für das Kuchenbüfett sorgte, dafür bedanken wir uns recht herzlich.

Dezember
Am 3. Advent, dem 13. Dezember 2015 trafen sich ab 18 Uhr einige Mitglieder vom OGV, NEB und TBK am schön beleuchteten Christbaum zum gemeinsamen Singen. Der TBK übernahm in diesem Jahr die Gesamtorganisation. Vielen Dank dafür.
Das Vereinsjahr endete bekanntlich am 24. Dezember mit den beliebten und leckeren Kutteln von Ingrid und Walter, die sich viele Vereinsmitglieder schmecken ließen.
Der schon fest eingeplante monatlichen Gartentreff wurde gerne zum Erfahrungsaustausch genutzt und war stets gut besucht. Ebenso der Frauen- und der Männer-Stammtisch einmal im Monat.
Nicht einzeln aufgeführt in diesem Bericht sind die zahlreichen Arbeitseinsätze einiger Mitglieder, die zur Erhaltung und Verschönerung unseres Lehrgartens notwendig waren. Die vielen Arbeitsstunden im Lehrgarten konnten Dank tatkräftiger Hilfe auf mehrere Mitglieder verteilt werden. Auch die Betreuung des Mulchplatzes ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die von zuverlässigen Mitgliedern geleistet wurde. Dafür geht ein besonderes Dankeschön an die Betreuer.

Mein Schlusswort:
Ein schöner Garten hat vieles zu bieten: Entspannung, macht Freude und belohnt mit Obst und Gemüse. Durch die Gartenarbeit bleibt man in Bewegung und selbst wenn der Rücken manchmal schmerzt, ist sie gesund und hält fit. Das ist die beste Werbung, sich unserem Verein anzuschließen und mitzuwirken.
Ich wünsche allen Mitgliedern für das Neue Jahr alles Gute, vor allem Gesundheit und recht viel Schaffenskraft. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und Geduld.

Kirchentellinsfurt, den 30. Januar 2016,
Ingeborg Schauer, Schriftführerin